Spider-Man: Homecoming [REZENSION]
Regie: Jon Watts
Musik: Michael
Giacchino
Hauptrollen: Tom
Holland – Peter Parker/Spider-Man
Michael Keaton – Adrian
Toomes/Vulture
Robert Downey Jr – Tony
Stark/Iron Man
Jahr: 2017
Bewertung: 3,75/5
2017 ist ein gutes Jahr für alle Fans der
DC/Marvel Filme – angefangen mit dem glänzenden Humor von Guardians of the Galaxy 2 und epische Wonder Woman. Auch Watts’ Spider-Man:
Homecoming enttäuscht nicht.
Glücklicherweise hat man schon bemerkt, dass es unmöglich
ist, guter Super-Helden-Film ohne Humor zu drehen. Auch die damals populären
ernsten und pathetischen Szenen wurden heute eher peinlich aussehen (ja, ich
meine Batman v Superman) – deshalb
sind die jugendlichen Scherze für Spider-Man:
Homecoming die beste Lösung. Sie kreieren eine sehr angenehme, leichte Atmosphäre,
dank deren konzentriert sich der Film eher auf die Persönlichkeit der Figur und
Entscheidungen, die Peter Parker treffen muss. Spider-Man von Tom Holland
gespielt, ist der Held ohne Pathos, meistens, weil er noch ein Kind ist. Er
hilft die Menschen nicht um die Welt zu retten, sondern weil ihn seine noch
fast kindischen Gefühle sagen, dass er etwas Gutes machen muss. Auch wenn er einer
älteren Dame nur den Weg zeigt, wofür er Süßigkeiten bekommt.
Seine Figur zeigt, wie man das Leben vom
Jugendlichen mit den viel ernsteren Aktivitäten verbinden kann, ohne auf
Kindheit und Jugend verzichten zu müssen. Peter Parker ist in der ersten Reihe
der Freund, erst später ist er Spider-Man. Er ist spontan, zielstrebig, will
immer und schnell lernen. Tom Holland hat es geschafft, es in einer natürlichen
und energievollen Art darzustellen, wichtig ist hier die Schule, der Schulball,
sogar der Spanischtest. Denn Parker muss es am Anfang lernen, wie er gegen den
Alltag kämpfen soll, um erst dann die richtige Rolle von Super-Helden zu
spielen. Deshalb kann er nicht der gleichen Kategorie wie Captain America,
dessen Figur wird in den Schulen genutzt, um Kinder zu motivieren, zugeordnet
werden. Der Held wie Peter Parker muss „lebendig“ in jeden Sinn sein. Spider-Man: Homecoming braucht also
keine rührselige Liebesgeschichte, um interessant zu sein – dafür genügen
einfach die Figur Parkers, spannende Aktionsszene, interessante Dialoge, Musik
und sehr gute Rollen der anderen Schauspieler.
Robert Downey Jr als Iron Man ist, wie erwartet,
einfach Robert Downey Jr – nichts mehr und nichts weniger, ich hatte jedoch Sorgen
um die Rolle von Michael Keaton. Er aber hat sicherlich seinen Job gemacht.
Zusammen mit entzückendes Kostümdesign (die Flügel! Ich bin schon sicher, ich
brauche das Funko Pop!) ist Keaton als Vulture schlagkräftig, doch auch ohne
nutzlosen Dämonismus dargestellt.
Obwohl ich nie ein Spider-Man Fan gewesen bin,
muss ich sagen, der Film hat mich dazu überzeugt, die ganze Geschichte näher
kennen zu lernen! Spider-Man: Homecoming
wird eigentlich jedem gefallen, denn man im Film fast alles auch finden kann –
die Scherze, Kampfszenen, Aktion, sogar die typischen amerikanischen High-School
Szenen wie aus der guten alten Komödien! Zu sagen, dass Watts’ Film ein
Meisterwerk ist, wäre eine heftige Übertreibung, doch, wenn man also den Film
nicht mögen wird, muss man wenigstens ein paar Mal herzlich lachen!


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